Eckwaldpuper
e.V.

© 2006
M. Armbruster

Eckwaldpuper

Unterharmersbach e.V.

 

Chronik

Im Jahre 1977 fing alles ganz klein an. Willi Braun (Posaune), Ludwig Armbruster (Klarinette) und Michaela Müller (Trommel) wollten im Hambe (Unterharmersbach) für Fasentstimmung sorgen. Sie waren mit ihren Instrumenten durch die Gaststätten gezogen und sorgten für Stimmung und Unterhaltung.

Eckwaldpuper

Dieses Auftreten der drei Musiker weckte bei machen reges Interesse und im nächsten Jahr waren es bereits Zwölf aktive Mitglieder und die Guggemusik Eckwaldpuper Unterharmersbach war gegründet. Mit aus der Schweiz importierten Schwellköpfen wurde das erste Kostüm angeschafft. Als Gründungsmotor und Obermusikus leitete Willi Braun die Proben und setzte seine närrischen Ideen um.Als Präsi stand Walter Christ mit seiner imposanten Gestalt als Organisator und Repräsentant der Guggenmusik vor.

 

Der erste Auftritt ausserhalb von Unterharmersbach war in Hausach beim Narrentreffen. Nach diesem Auftritt häuften sich die Anfragen und deshalb ist seither der Terminkalender über die Fasent immer randvoll.

Die Auftritte sind oft in der näheren Umgebung. Aber immer wieder geht es auch auf Reisen:

-Bei der Weltmeisterschaftsfeier von Toni Mang wurde im bayrischen Inning ein 3000 Mann-Festzelt zum Beben gebracht. Der frisch gebackene Weltmeister führte die Truppe, als großer Trommler mit einer Polonaise, durch das Zelt an.

EckwaldpuperEckwaldpuper

Weltmeisterschaftsfeier 1988 von Toni Mang

-Beim legendären FC-Bayern Fußballtrainer Tschik Tschaikowsky wurde mit Ihm ein neuer Dirigent gefunden und wir wurden bei Ihm Zuhause bestens bewirtet.

-Im norddeutschen Weertzen wurde das unterkühlte Blut durch unsere heißen Rhythmen zum Kochen gebracht

-Selbst beim Weinfest in Altennahr wurde für Stimmung gesorgt

-Auch im benachbarten Elsaß sind wir schon mehrmals gut aufgenommen worden

-Bei der schweizer Partnergemeinde in Tuggen wurden schon Auftritte und gegenseitige Besuche abgestattet

Im Jahre 2000 wurde dann ein großes Jubiläum gefeiert 22 Jahre Eckwaldpuper.

Das Jahr 2001 wurde zum Trauerjahr. Beim dritten Auftritt, eine Woche nach dem Ausflug in Tuggen, verstarb in Berghaupten unser Präsi Walter Christ.

Eckwaldpuper

Bild: Walter Christ

Dies löste überall tiefe Betroffenheit aus und alle Termine wurden abgesagt. Mehrere Wochen später wurde eine Sitzung einberufen und eine neue Vorstandschaft gewählt.

 

1. Vorstand Martin Rösch

2. Vorstand Wolfgang Mischnik

Kassierer Uwe Wegner und Roger Schmidt

Schriftführer Dietmar Schwendemann und Klaus Gutmann

Musikalische Leitung Markus Armbruster und Sebastian Wagner

Beisitzer Manfred Sucharski ab 11.11.03 August Fehrenbach

Am 11.11.2001 wurde die Vorstandschaft in der Gründungsversammlung bestätigt. Die Guggemusik ist nun ein eingetragener Verein

Am 11.11.2003 wurde die Vorstandschaft in der Generalversammlung bestätigt. Neuer Beisitzer ist jetzt August Fehrenbach.

Hexenball Unterharmersbach 2002 / Narrentreffen Zell a.H. 2004

 

 

Die Sage vom Eckwaldpuper

Vor vielen Jahrzehnten als noch von Geistern, Dämonen und anderen Gestalten erzählt wurde trug sich diese Geschichte zu.

Beim heute noch existierenden Eckbauern saßen ein paar alte Freunde, in einer kalten Wintersnacht zusammen, um Karten zu spielen. Sie hatten vereinbart, dass der Verlierer durch den Eckwald nach Zell in das Gasthaus Bären laufen musste, um dort ein Fass Bier zu holen, welches auch noch dort gebraut wurde. Die Andern hauchten dem Verlierer natürlich Angst ein:<<Pass bloß auf, das der Eckwaldpuper dich nicht erwischt.>>

Als der Verlierer sich auf den Weg gemacht hatte, beschlossen die Zurückgebliebenen ihm einen Streich zu spielen, indem sich einer von ihnen im Eckwald in einem Sack versteckte um so den Eckwaldpuper darzustellen.

Als der Verlierer auf dem Rückweg vom Bären wieder durch den Eckwald kam, lag eben dieser besagte Sack neben dem Weg, und machte ihn auf sich aufmerksam. Der Bierhohler legte das Fass beiseite, nahm einen Ast, der am Wegrand lag und schlug so lange auf den vermeintlichen Eckwaldpuper ein, bis Dieser reglos liegen blieb. Als der Bierhohler wieder beim Eckbauern eintraf, fragten ihn seine Saufkumpanen, ob er dem Eckwaldpuper begegnet sie und ob Dieser ihm nichts angetan hätte.

Darauf erzählte ihnen ihr Kumpel was sich auf seinem Weg durch den Eckwald zugetragen hatte, und somit stellte sich heraus, das er einen seiner eigenen Kartenspielkollegen erschlagen hatte.

Was ist eine " Gugge? "

Eine Gugge oder eine Guggenmusik ist ein alter Karnevals (Fasnacht) Brauch, der besonders in Basel, Luzern, in der Schweiz beibehalten wird. Eine Gugge ist eine Musikgruppe, gebildet von 25-60 Männern und oder von Frauen, die am besten mit einer Brassband verglichen werden kann.

Während des Karnevals, Fasnacht (normalerweise im Februar oder März) werden die Straßen mit Tausenden von Leuten gefüllt, die nach der Melodie der Guggenmusik tanzen und singen.
Ein Gugge spielt auf grossen Plätzen oder in den Gaststätten und in den Bars.
Der Guggenmusiker spielt im Gegensatz zu einer Brassband die Melodien nicht nach Noten darum ist der laute und dynamische Ton manchmal ziemlich falsch und nicht ganz so korrekt .
Aber genau das ist es, was eine Guggenmusik ausmacht. Es ist laut und verrückt! Die wichtigste Sache an einem Konzert ist, Spass zu haben. Abgesehen von der Musik spielt ab und zu ein Motto oder ein Thema eine wichtige Rolle in der Gugge.